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Kosten & Förderung

Wechselrichter Kosten: Aktuelle Preise für PV-Wechselrichter [2026]

Kathrina Haunfelder
Verfasst von Kathrina Haunfelder
Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2025
Lesedauer: 14 Minuten
© Wiphop Sathawirawong / istockphoto.com

Immer mehr Hausbesitzer wollen ihren eigenen Sonnenstrom produzieren und so unabhängiger von steigenden Energiepreisen werden. Doch ohne einen Wechselrichter bleibt die Energie der Solarmodule ungenutzt, denn diese liefern zunächst nur Gleichstrom (DC). Erst der Wechselrichter, auch als Inverter bezeichnet, wandelt den gewonnenen Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom (AC) um. Wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Wechselrichter für Ihre Solaranlage sind, dann sollten Sie sich zuerst einen Überblick über die aktuellen Gerätepreise und die Höhe der einmaligen und laufenden Kosten verschaffen und die verschiedenen Modelle miteinander vergleichen.

Alles auf einen Blick:

  • Wechselrichter sind in einer Photovoltaikanlage unverzichtbar, denn Sie wandeln Solarstrom in nutzbaren Strom für Ihren Haushalt und die Einspeisung ins Stromnetz um.
  • Die Kosten für einen Wechselrichter liegen im Schnitt zwischen etwa 500 und 3.000 Euro für Privathaushalte, abhängig von Leistung, Ausstattung und Hersteller.
  • Installation, Wartung und mögliche Reparaturen kommen als zusätzliche Kostenpunkte hinzu.
  • Faktoren wie Wirkungsgrad, Hybridfähigkeit oder Smart-Home-Funktionen beeinflussen den Gesamtpreis deutlich.
  • Die durchschnittliche Lebensdauer eines Wechselrichters liegt zwischen 10 und 15 Jahren, kann aber mit guter Wartung, Belüftung und Überspannungsschutz deutlich verlängert werden.

Übersicht: PV-Wechselrichter Kosten 2026

KostenfaktorPreis
1 Kilowatt Leistung (kW)ab 100 Euro
Kostenanteil an Gesamtanlage10 bis 15 Prozent
Wartung (im Rahmen der PV-Anlagen-Wartung) 120 bis 200 Euro im Jahr

Was kostet ein PV-Wechselrichter 2026?

Die Kosten für einen Photovoltaik-Wechselrichter liegen im Jahr 2026 je nach Leistung und Ausstattung typischerweise zwischen 500 und 3.000 Euro. Umgerechnet auf die Anlagengröße entspricht das etwa 60 bis 210 Euro pro Kilowattpeak (kWp). Diese große Preisspanne verdeutlicht, wie stark die tatsächlichen Kosten vom jeweiligen Modell, Hersteller und der Anlagengröße abhängen. Im Gesamtpreis einer Photovoltaikanlage (Link) ohne Speicher machen die Wechselrichter-Kosten in der Regel etwa 10 bis 15 Prozent aus.

AnlagenleistungØ‑Preis pro kWhPreisspanne pro kWhGesamtkosten Wechselrichter
1 bis 4 kWp160 Euro 120 bis 210 Euro 150 bis 650 Euro 
4 bis 8 kWp130 Euro100 bis 170 Euro 400 bis 1.100 Euro
8 bis 12 kWp115 Euro60 bis 180 Euro500 bis 1.500 Euro
12 bis 15 kWp105 Euro60 bis 150 Euro 1.300 bis 1.700 Euro
15 bis 30 kWp100 Euro60 bis 130 Euro 1.500 bis 3.000 Euro

Die Kosten für Wechselrichter werden üblicherweise pro Kilowattpeak (kWp) der Solaranlage angegeben, also auf Basis der maximalen Anlagenleistung. Die tatsächlich erzeugte Energie wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und ist für die Wirtschaftlichkeitsberechnung relevant.

Wovon hängen die Kosten für Wechselrichter ab?

  • Leistung: Je höher die Leistung, desto leistungsfähiger und robuster müssen die verbauten Photovoltaik-Komponenten (Link) sein, was die Anschaffungskosten insgesamt erhöht. Allerdings steigen die Kosten nicht im gleichen Maß wie die Leistung. Größere Wechselrichter sind im Verhältnis oft günstiger, da der Preis pro installiertem Kilowattpeak (kWp) mit wachsender Größe Ihrer Solaranlage sinkt. Das heißt: Die Gesamtkosten steigen mit der Leistung, aber der spezifische Preis pro kWp wird günstiger.
  • Wechselrichter-Art: Es gibt verschiedene Typen von Wechselrichtern. Der String-Wechselrichter ist für Privathaushalte die gängigste Variante. Bei kleinen Anlagen können jedoch auch Mikro-Wechselrichter sinnvoll sein. Aber auch der sogenannte Hybridwechselrichter, der solaren Strom umwandelt und gleichzeitig als Schnittstelle zwischen Module und Stromspeicher funktioniert, kann eine sinnvolle Wahl für ein System aus Photovoltaik und Stromspeicher sein.
  • Wirkungsgrad und Energieeffizienz: Hochwertige Geräte mit Wirkungsgraden über 98 Prozent sind technisch aufwendiger und damit teurer, liefern aber langfristig mehr Stromertrag. Hybridfähigkeit, also die Möglichkeit, Batteriespeicher direkt anzubinden, ist ein weiterer Kostenfaktor, der sich positiv auf den Eigenverbrauch auswirken kann.
  • Zusatzfunktionen: Schnittstellen für Smart-Home-Systeme oder digitale Kommunikation erhöhen Komfort und Steuerungsmöglichkeiten, können aber mehrere hundert Euro zusätzlich kosten.
  • Hersteller: Auf dem Markt gibt es viele etablierte Hersteller mit qualitativ hochwertigen Wechselrichtern. Ein Vergleich verschiedener Modelle und eine fachkundige Beratung helfen, das passende Gerät für Ihre Anlage zu finden.
  • Montagekosten: Auch die Installationskosten sind ein relevanter Faktor. Sie variieren je nach Region, Stundenlohn der Elektriker und technischem Aufwand. Je komplexer die Einbindung in bestehende Systeme, desto höher können die Zusatzkosten ausfallen.


Was ist der aktuelle Preis-Rahmen für Wechselrichter?

Die Preise für Photovoltaik sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und das gilt auch für Wechselrichter. Im Vergleich zu 2024 sind sie um bis zu 17 Prozent günstiger geworden und haben sich seit Oktober 2024 auf einem stabilen Niveau eingependelt. Für Privathaushalte kommen meist dreiphasige Wechselrichter mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowattpeak (kWp) zum Einsatz. Diese Modelle kosten durchschnittlich zwischen 500 und 2.000 Euro.

INFO:
Dreiphasig bedeutet, dass der Wechselrichter den erzeugten Solarstrom auf drei elektrische Phasen verteilt, was eine gleichmäßige Netzbelastung ermöglicht und besonders bei höheren Leistungen oder in Haushalten mit Drehstromanschlüssen erforderlich ist.

Wie unterscheiden sich Preise von Wechselrichtern nach Leistungsklasse?

Die Leistungsklasse eines Wechselrichters gibt an, wie viel elektrische Energie das Gerät maximal in das Hausnetz oder das öffentliche Stromnetz einspeisen kann. Diese Leistung wird in Kilowatt (kW) angegeben. Grundsätzlich gilt: Je höher die Leistung, desto teurer das Gerät. Stärkere Wechselrichter benötigen nämlich entsprechend aufwendigere Technik und robustere Bauteile. Allerdings wirkt hier ein wirtschaftlicher Mechanismus: Mit zunehmender Anlagengröße sinkt der Preis pro Kilowattpeak (kWp). Dieses Prinzip ist als Skaleneffekt (Economies of Scale) bekannt. Es beschreibt die Kostenvorteile größerer Systeme, etwa durch effizientere Produktion, geringeren Materialaufwand pro Einheit oder reduzierte Installationskosten. Größere Photovoltaikanlagen profitieren somit von einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Übersicht: Wechselrichter Kosten nach Leistungsklasse

LeistungGesamtkosten
bis zu 5 Kilowatt150 bis 1.100 Euro
5 bis 10 Kilowatt500 bis 1.500 Euro
10 bis 30 Kilowatt600 bis 3.000 Euro

Welche Typen gibt es und wie unterscheiden sich die Kosten?

  • String-Wechselrichter sind die Standardlösung für Einfamilienhäuser und kleinere Gewerbeanlagen. Sie steuern mehrere in Reihe geschaltete Solarmodule, gelten als robust, zuverlässig und vergleichsweise preiswert.
  • Modul- bzw. Mikrowechselrichter werden direkt am einzelnen Solarmodul angebracht. Sie regeln jedes Modul individuell und eignen sich besonders bei Verschattung, verschiedenen Dachausrichtungen, komplizierten Dachformen oder Balkonkraftwerken. Zwar sind sie je Modul teurer, bieten aber eine höhere Effizienz bei schwierigen Bedingungen.
  • Hybrid-Wechselrichter oder auch Batteriewechselrichter kombinieren die Funktion eines klassischen Wechselrichters mit einem Batterieladegerät. Sie können direkt an einen Stromspeicher angebunden werden und sind besonders zukunftssicher, da viele Batteriewechselrichter per Software-Update erweitert werden können. Ideal für Anlagen, die später um einen Speicher ergänzt werden sollen.
  • Zentralwechselrichter kommen bei großen gewerblichen PV-Anlagen zum Einsatz und steuern Leistungen im drei- bis vierstelligen Kilowattbereich. Sie sind für hohe Anforderungen an Netzführung und Netzstabilität ausgelegt.
  • Inselwechselrichter sind für netzunabhängige Photovoltaiksysteme konzipiert, sogenannte Inselanlagen. Sie kommen zum Beispiel in Wohnmobilen oder abgelegenen Gebieten zum Einsatz.

Übersicht: Kosten nach Wechselrichter-Typen

Wechselrichter-TypPreisspanne
String-Wechselrichter150 bis 3.000 Euro
Modulwechselrichter/Mikrowechselrichter100 bis 250 Euro pro Modul
Hybrid-Wechselrichter/Batteriewechselrichter400 bis 2.500 Euro
Zentralwechselrichter10.000 bis 50.000 Euro
Inselwechselrichter300 bis 2.500 Euro 

Wie unterscheiden sich private und gewerbliche Wechselrichter im Preis?

Private und gewerbliche Wechselrichter unterscheiden sich vor allem in ihrer technischen Auslegung und Leistungskapazität. Für Einfamilienhäuser werden meist String-Wechselrichter verwendet, die den Strombedarf im Haushalt zuverlässig abdecken. Möchten Sie eine Solaranlage mit Stromspeicher installieren oder einen Speicher später nachrüsten, dann ist auch ein Hybridwechselrichter eine gute Option. Bei größeren gewerblichen oder landwirtschaftlichen Anlagen kommen leistungsstärkere Zentral- oder Multistring-Wechselrichter zum Einsatz, die mehrere hundert Kilowatt bewältigen können.

GUT ZU WISSEN:
Je größer die Anlage, desto wichtiger ist die Netzstabilität, die durch den Wechselrichter gewährleistet werden muss. Bei hohen Leistungen sollte zudem die sogenannte Blindleistungsregelung beachtet werden. Die Blindleistung beschreibt die elektrischer Energieleistung, die nicht in nutzbaren Strom, sondern in den Spannungserhalt fließt, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Auch die Installation bei Großanlagen ist aufwendiger und mit höheren Anforderungen an Sicherheit, Technik und Dokumentation verbunden.

Wie viel kostet ein Modul-/Mikrowechselrichter?

Modul- oder Mikrowechselrichter kosten in der Regel zwischen 100 und 250 Euro pro Modul, abhängig von Hersteller, Qualität und Ausstattung. Sie werden direkt am jeweiligen Solarmodul montiert und wandeln dort den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Dadurch wird jedes Modul unabhängig angesteuert und überwacht. Diese Technik bietet Vorteile bei Teilverschattung, unterschiedlichen Modulwinkeln oder komplexen Dachstrukturen. Auch bei Balkonkraftwerken kommen Mikrowechselrichter zum Einsatz. Trotz höherer Kosten pro Modul kann sich der Einsatz langfristig lohnen, da er zu höheren Gesamterträgen führt.

Was kostet die Installation oder der Austausch eines Wechselrichters?

Für die Neuinstallation eines Wechselrichters fallen je nach Aufwand und Gerätetyp zwischen 500 und 1.500 Euro an. Beim Austausch eines defekten Geräts können die Kosten geringer ausfallen, meist zwischen 100 und 200 Euro, sofern bestehende Leitungen und Halterungen weiterverwendet werden können. Die Montagekosten hängen vom Fachbetrieb, der Region sowie dem Aufwand und Wechselrichter-Typ ab. Ob Erstinstallation oder Austausch: Beauftragen Sie stets einen qualifizierten Fachbetrieb, um Sicherheitsvorgaben einzuhalten und den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Warum unterscheiden sich Montagekosten regional?

Die Preisunterschiede ergeben sich vor allem aus regional stark variierenden Stundenlöhnen von Elektrikern, der Anfahrt sowie aus eventuellen Sondervorgaben durch regionale Netzbetreiber. In Ballungsräumen sind die Löhne für Fachkräfte oft höher als auf dem Land, was sich spürbar auf die Gesamtkosten auswirken kann. Auch die Zahl der verfügbaren Fachbetriebe spielt eine Rolle. In Regionen mit hoher Nachfrage und wenigen Solateuren können sich Preise zusätzlich erhöhen.

TIPP:
Möchten Sie bei einem Defekt schnell reagieren, sollten Sie vorab mit dem Installateur einen Wartungsvertrag abschließen. So kann im Störungsfall ein Ersatzgerät oft zügig eingebaut werden, ohne dass der Betrieb der PV-Anlage wochenlang unterbrochen bleibt.

Wie viel kosten Betrieb und Wartung eines Wechselrichters?

Die Wartung eines Wechselrichters ist Teil der regelmäßigen Instandhaltung Ihrer gesamten Photovoltaikanlage. Entsprechend sollten die Betriebskosten des Wechselrichters nicht isoliert, sondern im Kontext der gesamten Anlage betrachtet werden. Die Betriebskosten setzen sich im Wesentlichen aus Wartungsaufwendungen und Rücklagen für notwendige Instandsetzungen zusammen. Durchschnittlich belaufen sich diese auf 100 bis 400 Euro jährlich. 

  • Wartungskosten: Im Rahmen der Wartung der PV-Anlage wird auch der Wechselrichter geprüft. In der Regel erfolgt diese Kontrolle alle zwei bis vier Jahre. Für eine regelmäßige Inspektion durch Fachpersonal kann sich der Abschluss eines Wartungsvertrags lohnen. Solche Verträge kosten etwa 100 bis 300 Euro pro Jahr. Im Leistungsumfang enthalten sind üblicherweise Sichtprüfungen, Funktionskontrollen, Software-Updates sowie der Austausch kleinerer Verschleißteile. Eine Reinigung des Geräts ist meist nicht inbegriffen. Bei größeren oder besonders leistungsstarken Anlagen kann eine jährliche Wartung sinnvoll sein, da hier die Belastung höher und die Technik komplexer ist.
  • Instandsetzungskosten: Legen Sie am besten frühzeitig immer wieder einen gewissen Betrag für mögliche Reparaturen oder Instandsetzungen zurück. So sind Sie finanziell abgesichert, falls unerwartete Kosten für Reparaturen auftreten.
  • Stromkosten: Tagsüber nutzt der Wechselrichter den erzeugten Solarstrom direkt. Nachts hingegen, sofern kein Stromspeicher vorhanden ist, zieht das Gerät eine geringe Menge Strom aus dem öffentlichen Netz, vor allem für Standby-Funktionen. Der tatsächliche Stromverbrauch ist jedoch sehr gering, da moderne Wechselrichter einen Wirkungsgrad von 96 bis 98 Prozent aufweisen und damit äußerst effizient arbeiten.

Eine dokumentierte Wartung ist wichtig für Garantieansprüche. Viele Hersteller verlangen im Schadensfall einen Nachweis über die regelmäßige Wartung. Die Garantielaufzeit beträgt in der Regel 5 bis 10 Jahre. Einige Anbieter ermöglichen eine Garantieverlängerung auf bis zu 20 Jahre gegen Aufpreis. Da ein Wechselrichter durchschnittlich 15 Jahre in Betrieb ist, kann eine verlängerte Garantie den zuverlässigen Betrieb langfristig absichern.

Übersicht der Betriebs- und Wartungskosten eines Wechselrichters

PositionBerechnungKosten pro Jahr
Wartung der gesamten PV-Anlage (zwei bis vier Jahre)Preis eines Wartungsvertrags100 bis 300 Euro
Rücklagen für Instandsetzungindividuell100 bis 150 Euro

Was beeinflusst die Preisentwicklung bei Wechselrichtern? 

Die Preisentwicklung von Wechselrichtern wird sowohl durch globale als auch durch regionale Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten Preistreibern zählen die Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer, Aluminium und Halbleiter. Diese Materialien sind weltweit stark gefragt, was zu erheblichen Preisschwankungen führen kann. Auch die Stabilität der Lieferketten und die Höhe der internationalen Transportkosten haben Einfluss auf die Preise. Bei Engpässen in der Produktion oder gestörten Transportwegen kann es kurzfristig zu Preisanstiegen kommen. Dem gegenüber steht der technische Fortschritt: Verbesserte Elektronik, optimierte Softwarelösungen und effizientere Fertigungsprozesse senken die Herstellungskosten kontinuierlich. Eine steigende Nachfrage, gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme wirken sich ebenfalls auf die Preise aus. So können Förderungen die Nachfrage erhöhen und somit Skaleneffekte in der Produktion begünstigen, während neue gesetzliche Anforderungen kurzfristig Mehrkosten verursachen können.

Lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Wechselrichters?

Wechselrichter sind zentrale Komponenten einer PV-Anlage, da sie den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandeln. Ihre Effizienz wirkt sich direkt auf den Gesamtertrag der Anlage aus, deshalb sollten Sie hier nicht an der falschen Stelle sparen. Ein gebrauchter Wechselrichter kann auf den ersten Blick eine preisgünstige Alternative sein, birgt aber auch Risiken. Ausschlaggebend ist, ob das Gerät in gutem Zustand ist, noch eine Restgarantie besteht und ob passende Ersatzteile verfügbar sind. Ein Wechselrichter ohne gültige Garantie kann im Schadensfall hohe Reparaturkosten verursachen, die die eingesparten Anschaffungskosten schnell übersteigen. Achten Sie daher auf sichtbare Schäden, Korrosion oder Anzeichen von Manipulationen. Fordern Sie unbedingt ein aktuelles Messprotokoll an, das die Funktionsfähigkeit dokumentiert. Bei Geräten, die älter als fünf Jahre sind, empfiehlt sich zusätzlich eine technische Prüfung durch eine unabhängige Elektrofachkraft. Auch die Software spielt eine zentrale Rolle: Updates sollten noch möglich sein und eine Integration in moderne Smart-Home-Systeme darf nicht ausgeschlossen sein. Fehlen wichtige Zertifizierungen oder Update-Möglichkeiten, kann es bei der Abnahme oder im Betrieb zu Problemen kommen. Ob sich der Kauf im Einzelfall lohnt, hängt letztlich von Preis, Zustand und Einsatzzweck ab.



Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Planen Sie die Dimensionierung Ihres Wechselrichters sorgfältig, damit er zur Leistung Ihrer PV-Anlage passt und Reserven hat.
  2. Achten Sie auf einen hohen Wirkungsgrad, um möglichst viel Sonnenstrom wirklich nutzbar zu machen.
  3. Lassen Sie Installation und Wartung immer von einem zertifizierten Fachbetrieb durchführen, um Förderungen und Versicherungsschutz nicht zu gefährden.
  4. Prüfen Sie Hybrid- oder Smart-Home-Funktionen, falls ein Batteriespeicher oder zusätzliche Verbraucher später geplant sind.
  5. Beachten Sie die Recyclingfähigkeit und die Ersatzteilverfügbarkeit, damit Folgekosten im Lebenszyklus niedrig bleiben.

Fazit

Ein Wechselrichter hat großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer Ihrer PV-Anlage, denn er wandelt die solare Energie erst in brauchbaren Strom für Ihren Haushalt um. Wer langfristig denkt, sollte auf hohe Qualität, gute Ersatzteilversorgung und einen hohen Wirkungsgrad achten. Hybrid-Modelle mit smarten Steuerungsfunktionen können den Eigenverbrauch optimieren und somit den Nutzen der PV-Anlage zusätzlich steigern. Ein genauer Preisvergleich von verschiedenen Modellen und Herstellern hilft Ihnen, ein faires Angebot zu finden.

Wechselrichter Kosten: Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich einen geeigneten Solarteur?

Achten Sie bei der Suche nach einem geeigneten Solateur auf VDE-Zertifizierungen, Erfahrung im Photovoltaik-Bereich und gute Kundenbewertungen. Ein qualifizierter Installateur nimmt sich für ein ausführliches Erstgespräch Zeit und erstellt für Sie ein transparentes Angebot.

Wie erkenne ich einen Defekt am Wechselrichter?

Meist zeigt der Wechselrichter einen Fehlercode im Display an. Auch häufiges Abschalten, auffällige Geräusche oder stark sinkende Erträge können auf einen Defekt hinweisen. Dann sollte ein Fachbetrieb kontaktiert werden.

Kann ein Wechselrichter recycelt werden?

Ja, Wechselrichter sind recycelbar und enthalten wertvolle Rohstoffe wie Aluminium oder Kupfer, die gut wiederverwertet werden können. Fachbetriebe oder Hersteller können beispielsweise im Rahmen eines Austauschs die alten Geräte zurücknehmen und entsprechend entsorgen.

Wie wirkt sich die Garantiezeit auf die Gesamtkosten aus?

Geräte mit einer längeren Herstellergarantie, etwa 10 bis 15 Jahre, sind zwar oft teurer in der Anschaffung, können jedoch hohe Reparatur- oder Austauschkosten in der Zukunft vermeiden helfen. Einige Hersteller bieten auch erweiterte Garantiepakete gegen Aufpreis an. 

Wie unterscheiden sich europäische und asiatische Hersteller?

Asiatische Hersteller, darunter bekannte Elektromarken wie Huawei, bieten Wechselrichter oft zu günstigeren Preisen an, ohne dass dies zwangsläufig mit Qualitätseinbußen verbunden sein muss. Etablierte europäische Hersteller, wozu zum Beispiel Fronius oder SMA zählen, punkten hingegen oft mit lokalem Support, längeren Garantiezeiten und einer besseren Ersatzteilverfügbarkeit, was sich im Preis widerspiegelt. Ein sorgfältiger Vergleich der unterschiedlichen Marken und Modelle hilft bei einer fundierten Kaufentscheidung.

Über unsere*n Autor*in
Kathrina Haunfelder
Kathrina studiert zurzeit Technikjournalismus und Technik-PR. Im Studium eignete Sie sich bereits die grundlegenden Kompetenzen in den Bereichen Print-, Online-, Hörfunk- und TV-Journalismus mit dem Schwerpunkt Technik an. Vor ihrem Studium absolvierte Sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin.