
Photovoltaikanlage auf dem Dach - Montage und Leistungsversprechungen sind oft Anlass zum Streit © sparfuchs22 by pixelio.de
Immer mehr Hauseigentümer in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren für die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Hausdach entschieden und trotz eines Rückgangs des Förderumfangs erfreut sich die Technologie auch weiterhin großer Beliebtheit bei den Bundesbürgern. Nichtsdestotrotz kam es mit der wachsenden Zahl an Bauaufträgen für Photovoltaikanlagen, in den zurückliegenden Jahren, zu einer Zunahme an Streitfällen zwischen den Betreibern der Photovoltaikanlagen und Herstellern beziehungsweise Lieferanten der Systemkomponenten, da die Anlagen nicht die versprochene Leistung lieferten. Um unangenehmen Überraschungen, betreffend der Leistungsfähigkeit in Betrieb genommener Anlagen vorzubeugen, sollten Hauseigentümer bei der Zusammenstellung und Montage der Photovoltaikanlagen einige wichtige Punkte beachten.
Kauf von Photovoltaikanlagen: Was Sie beachten sollten
- Neben der Leistungsfähigkeit einzelner Systemkomponenten spielt insbesondere auch deren zusammenwirken eine gewichtige Rolle für die erzeugte Strommenge. Betreiber von Photovoltaikanlagen sollten darauf achten, dass die einzelnen Bestandteile der Photovoltaikanlage harmonisch zusammenarbeiten und auf die gleiche Kapazität ausgerichtet sind. Ansonsten gilt, dass eine Photovoltaikanlage nur die Menge an Strom erbringen kann, auf welche die Leistungsschwächste Systemkomponente ausgerichtet ist.
- Für die Energieerzeugungskapazität sind Winkel und Ausrichtung der Photovoltaikanlage besonders wichtig. Um die optimale Menge an Sonnenstrahlung einfangen zu können, sollte die Photovoltaikanlage nach Süden ausgerichtet und in einen Neigungswinkel von 30 Grad auf dem Dach angebracht werden. Es gilt zu beachten, dass etwaige Hochrechnungen für die Energieerzeugung der Anlagen, in Broschüren und anderen Werbematerialien von optimalen Rahmenbedingungen für den Betrieb der Anlagen ausgehen. Hierzu zählen das Zusammenspiel einzelner Komponenten genauso wie die Ausrichtung der Installation und Witterungsbedingungen (Sonnentage im Jahr).
- Häufig liegen Fehlkalkulationen der Bauherren betreffend der Stromerbringung der Photovoltaikanlage vor. Meist wird dabei die benötigte Fläche, die für die Versorgung eines Haushaltes mit Strom benötigt wird, unterschätzt. Für einen durchschnittlichen Haushalt wird von einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern ausgegangen.
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